“Richard Liebermann – der gehörlose Neu-Ulmer Porträt- und Landschaftsmaler”: Raffael Wieler-Bloch liest um 19 Uhr im Edwin-Scharff-Museum aus seinem neuen Buch, das im Gedenken an 70 Jahre Deportation der badischen Juden entstand.
Liebermann zum Gedenken
Neu-Ulm Am 22. Oktober jährt sich zum 70. Mal die Deportation badischer und saarpfälzischer Juden nach Gurs in Frankreich. Damals wurde auch der gehörlose jüdische Künstler Richard Liebermann aus Neu-Ulm mit seiner Familie von Konstanz aus deportiert. Das Edwin Scharff Museum hatte ihm 2001 eine große Ausstellung gewidmet. Den Jahrestag der Deportation nehmen das Museum und das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg zum Anlass, an Richard Liebermann zu erinnern. Raffael Wieler-Bloch aus Basel, ein entfernter Verwandter Richard Liebermanns liest am Freitag, 22. Oktober, um 19 Uhr aus seinem in diesem Jahr neu erschienen Buch „Richard Liebermann. Der gehörlose Neu-Ulmer Porträt- und Landschaftsmaler (1900-1966)“ und stellt im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm die Biografie des talentierten Künstlers vor.Eine Lesung mit Gebärdendolmetscherin
Bereits 2001 hatte man für die Eröffnung der Ausstellung zu Richard Liebermann mit dem 9. November, dem Tag der Reichspogromnacht, ein historisches Datum gewählt, um den Maler Richard Liebermann, der in Neu-Ulm, München, Konstanz und Frankreich gewirkt hat und 1966 im Alter von 66 Jahren starb, dem Vergessen zu entreißen. Diesmal erinnert Dr. Nicola Wenge, Leiterin des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg an das historische Datum der Deportation. Sie stellt dar, was vor 70 Jahren geschah und bettet so die Lesung zur Person Liebermanns in den zeitgeschichtlichen Rahmen. Die Lesung ist kostenlos, es wird nur der Museumseintritt erhoben. Eine Gebärdendolmetscherin begleitet die Veranstaltung für Gehörlose. (az) [Text Quelle]
Hier Historie von kugg: Das Leben von Richard Liebermann 1900 – 1966





