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Schweiz – Bettler zocken Kunden beim Einkaufen ab

Veröffentlicht vonadmin am 26 - Oktober - 2011 0 Kommentare

Zentrum Frohwies – 20.10.2011 – Er wollte spenden und wurde betrogen: Philipp Engeler fiel in der Tiefgarage des Zentrums Frohwies auf eine rumänische Bettlerin herein. Abzocke mit unfairen Mitteln, findet er.Philipp Engeler dachte nichts Böses, als er kürzlich gegen 18 Uhr in die Tiefgarage des Pfäffiker Einkaufszentrums Frohwies fuhr und eine junge Frau an seine Scheibe klopfte. Er öffnete das Fenster, als sie ihm wortlos ein Blatt unter die Nase hielt. Man sammle für ein Zentrum für Hörbehinderte, hiess es da. «Ich war etwas in Eile und wollte weiter, aber ich hatte auch Mitleid mit der jungen Frau, weil ich annahm, sie sei gehörlos», erzählt der Fitnessinstruktor aus Illnau.So unterschrieb er den Bogen und setzte 20 Franken als Spende ein. Weil er aber nur grosse Noten im Portemonnaie hatte, deutete ihm die junge Frau – «sie sah für mich wie eine Fahrende aus» – an, er solle einen Moment warten, und verschwand. Engeler wartete und wartete. «Nach einer Viertelstunde war mir klar, dass mein Geld weg war!»Bei der Gemeindepolizei Fehraltorf-Russikon, die auch für Pfäffikon verantwortlich ist, kennt man solche Vorfälle zur Genüge. «Zahlreiche Ladenkunden fühlten sich von der Aufdringlichkeit dieser Bettler belästigt», sagt Stefan Rüegg, Chef der Gemeindepolizei.
Organisierte Bettlerbanden
Den Polizeipatrouillen, die in den vergangenen zwei Wochen täglich im «Frohwies» Präsenz markierten, gelang es, einmal eine junge Frau, ein anderes Mal einen Mann dingfest zu machen. «Die Leute stammen aus Rumänien, sogar aus dem gleichen Ort, aber sie tragen unterschiedliche Namen», erklärt Rüegg. Er vermutet jedoch, dass die Ausweise gefälscht sind. «Die junge Frau sah aus wie 18, auf dem Ausweis war ihr Alter aber mit 12 angegeben.» Dies um im Fall einer Verzeigung vor die Jugendanwaltschaft zu kommen.Meist seien diese Bettler organisierte Banden, sagt Polizeichef Rüegg. «Oft bleiben sie nur eine Viertelstunde am gleichen Ort.» Taubstumm seien sie nicht. «Auf dem Polizeiposten konnten sie jedenfalls sprechen.»Rüegg ist überzeugt, dass die Polizeipräsenz ihre Wirkung gezeigt hat. «Wir haben keine Meldungen mehr erhalten.» Für Philipp Engeler bleibt ein gewisser Ärger zurück. «Es ist respektlos gegenüber Behinderten, derart unfair abzuzocken», sagt er. «Ich werde aber dennoch ganz sicher nie wieder etwas spenden.» (Bild und Text Quelle)