Künstler Bernhard Jochim (gl) öffnet am 9. und 10. Oktober in seine Atelier eine Bilder – Ausstellung

Bad Rappenau – Vor einem Jahr ging der Grombacher Goldschmied Bernhard Jochim in Ruhestand. Seither hat sich der 61-Jährige ganz der Malerei und der Arbeit an Holzskulpturen verschrieben. Gerade hat Jochim das Atelier für seine erste Gemälde-Ausstellung geöffnet. Mehr als 20 Bilder im ganz persönlichen Stil waren drei Tage lang für die kunstinteressierte Öffentlichkeit zu besichtigen. “Aquarell und Acryl auf schwarzem Zeichenpapier”, erklärte Jochim. Er möchte in seiner Kunst Altes und Neues miteinander verbinden. Filigran “Es ist wie bei Häusern”, erläuterte er. “Viele sind in ganz altem Stil gebaut, haben aber sehr moderne Anbauten.” So sind auch die in zwei Arbeitsschritten in verschiedenen Jahren entstandenen Bilder eine Verquickung von Altem und Neuem. Die ausschließlich in weißer Aquarellfarbe gezeichneten, sehr filigranen, schattierungsreichen Motive, die von Schwarzweiß-Fotografien kaum zu unterscheiden sind, hat Jochim vor vielen Jahren angefertigt. Neu hinzugekommen sind in den vergangenen zwölf Monaten viele gerade Linien und klare Formen in warmen, erdigen Acrylfarben. Viele Wasser-Themen verarbeitet der Künstler in seinen Bildern: Mühlräder, Fontänen, Muscheln mit Perlen, Korallen, Steine, ein Wasserfall und immer klares, fließendes Wasser. “Stolz und Schönheit”, so Jochim, vermitteln ein Pfau und ein kleiner Vogel, die auf einer Säule thronen. Auch eine Spinne im Käfig und afrikanische Krieger sind Themen in Jochims Kunstwerken.Und einige Tapetenmuster. Vor Jahrzehnten arbeitete der spätere Goldschmied nämlich in einer Tapetenfabrik. In einigen seiner Werke finden sich darum “Übungen zum Zeichnen von Tapeten”, erklärte Jochim. Viel Symbolik enthalten alle Bilder. Bei zwei Werken deuten die weißen Zeichnung viel Bewegung an, der später hinzugekommene Acrylteil scheint “Halt” zu rufen. Die Rahmen für seine Bilder baut Jochim teilweise selbst. Oft kaufe er alte Rahmen auf Flohmärkten, restauriere sie oder baue besonders schöne sogar nach, erzählte Jochims Frau Beate. Manchmal verwendet Jochim die Rahmen für Spiegel oder Spiegelskulpturen. Sein neuestes, noch in Arbeit befindliches Werk ist eine Spiegelskulptur, die aus einer hölzernen Pfeffermühle, einem alten Kartoffelstampfer und einem Bilderrahmen besteht. Diese Einzelteile, die Jochim allesamt beim Flohmarktbummel entdeckt hatte, fügte er zu einem harmonischen Neuen zusammen. Termin In der kalten Jahreszeit arbeitet der 61-Jährige fast den ganzen Tag im Atelier, im Sommer beschäftigt er sich aber auch gern im Garten. Vom 8. bis 10. Oktober öffnet die Ausstellung nochmals ihre Pforten. Dazu haben Bernhard und Beate Jochim speziell Gehörlose aus der ganzen Region eingeladen, denn auch Künstler Bernhard Jochim ist von Geburt an gehörlos. [Bild und Text Quelle]





