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Fußball-Idol Uwe Seeler seit dem Unfall auf einem Ohr taub

Veröffentlicht vonadmin am 15 - Januar - 2011 0 Kommentare

Ein betrunkener 22-Jähriger hatte den Mercedes des Fußballidols vor dem Elbtunnel gerammt. Seeler musste seitdem mehrmals operiert werden.

- Seeler-Unfall: Bewährungsstrafe für Raser -

Nach dem schweren Autounfall von Uwe Seeler ist der Verursacher zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Der 22-Jährige musste sich am Freitag vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Der junge Mann war im Juli 2010 betrunken und unter Drogeneinfluss mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn 7 unterwegs. Eine Blutprobe ergab, dass der 22-Jährige 1,5 Promille Alkohol im Blut und Kokain konsumiert hatte. Außerdem fuhr er seinen Wagen ohne Führerschein.

HSV-Idol bei Unfall schwer verletzt

Bei dem Auffahrunfall vor dem Hamburger Elbtunnel hatte sich Uwe Seeler als Beifahrer ein Schleudertrauma und Absplitterungen an der Wirbelsäule zugezogen. Das 74 Jahre alte Idol des Hamburger Sportvereins war deshalb Anfang Januar im Uniklinikum Eppendorf am Rücken operiert worden. Außerdem ist Seeler seit dem Unfall auf einem Ohr taub, wie NDR 90,3 berichtete. Die Fußball-Legende war während des Prozesses nicht anwesend.

Angeklagter schwieg vor Gericht

Zum Prozess am Freitag erschien der Angeklagte zunächst nicht. Der Richter ließ ihn daraufhin von Polizisten von zuhause abholen und vorführen. Der 22-Jährige gab an, verschlafen zu haben. Vor Gericht schwieg er zu den Vorwürfen. Bei der Polizei hatte er nach dem Unfall allerdings ausgesagt, dass es zu dem Unfall gekommen sei, weil er sich mit dem Fahrer von Uwe Seeler ein Rennen geliefert habe. Allerdings ergaben die Ermittlungen, dass der Manager mit Tempo 79 gefahren war, während der Angeklagte mit 220 Kilometern pro Stunde in das Heck des Mercedes’ raste. In der Urteilsbegründung hieß es, wäre der BMW des Angeklagten mit der überhöhten Geschwindigkeit auf einen Kleinwagen aufgefahren, hätte es möglicherweise Todesopfer gegeben. Der Staatsanwalt hatte zehn Monate ohne Bewährung gefordert. (Quelle)