Wien – 29. Oktober 2011 – Man hört nichts oder kaum was. Keine lästigen Bad Beat Stories. Keine Analysen der dümmsten der Dummen, die erst eine Hand komplett vergeigen, um dann zu erklären, wie schlecht die anderen spielen. Man muss nicht immer wieder aufs Neue dem Gejammere der Gescheiterten lauschen und kein Handy läutet und wenn es läutet, erwartet wohl kaum jemand, dass man abhebt. Andererseits, keine Musik von Miles Davis und John Coltrane, kein Hagen Rether über den man schmerzlich lachen kann und keine Daniela Katzenberger, deren breite Sprache man hören muss, um sich aufrichtig zu lieben. – Deaf Poker Turnier gibt es auf der ganzen Welt. Die Wiener Heumühle veranstaltet einmal monatlich ein Event. Für Hochgepokert.com habe ich als Dealer angeheuert. Ungelernt, undercover und ziemlich nervös. Eine Stunde vor Turnierstart bin ich gestellt. Schwarze Hose, schwarzes Hemd und neugierig auf das, was da kommen soll…(weiter)






