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Castrop-Rauxel – Nach handfestem Streit folgte die Versöhnung

Veröffentlicht vonadmin am 26 - Februar - 2011 0 Kommentare

- Ein Fall von häuslicher Gewalt beschäftigte gestern das Castrop-Rauxeler Amtsgericht. Laut Strafbefehl der Staatsanwaltschaft soll ein taubstummer Mann seine ebenfalls taubstumme Ehefrau in ihrer Wohnung körperlich misshandelt haben.Der Angeklagte habe seine von ihm getrennt lebende Gattin in der Nacht des 17. Juli 2009 ins Gesicht geschlagen und gewürgt. Die heute 50-Jährige habe daraufhin Schmerzen erlitten. Der Beschuldigte selbst, dem eine Dolmetscherin für Gebärdensprache zur Seite stand, wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass es zu Handgreiflichkeiten gekommen sei, berichtete schließlich ein Nachbar im Zeugenstand. Geschrei habe er an jenem Abend gehört. Sie habe um Hilfe gerufen, erinnerte sich der 55-Jährige, der den Vorfall nach eigener Aussage beobachtet habe. Der Angeklagte habe seine Frau geschlagen. Mittlerweile aber, so fuhr er fort, habe sich die Situation wieder beruhigt.Die Ehefrau des Ein-Euro-Jobbers bestätigte dies. Sie hätten sich wieder versöhnt, er wohne auch schon wieder bei ihr. Zu dem konkreten Vorfall wolle sie deshalb gar nichts mehr sagen, wie sie in Gebärdensprache mitteilte und von der Dolmetscherin übersetzen ließ. An einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung habe sie überhaupt kein Interesse, erklärte die Geschädigte vor Gericht.Im Einvernehmen mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung des Angeklagten stellte der Strafrichter das Verfahren gegen den Castrop-Rauxeler, Vater von fünf Kindern, vorläufig ein. Die entstandenen Gerichtskosten übernimmt der Staat. (Text Quelle)