Home » Allgemein » Belgien: Drei Jahre Haft für Schüsse von Ex-Notar auf Taubstumme gefordert
Pärchen hatte sich in Adresse geirrt und konnte sich nicht erklären
Ein pensionierter Notar in Belgien soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zu drei Jahren Haft verurteilt werden, weil er auf zwei Taubstumme und ihre drei kleinen Kinder geschossen habe, nachdem diese sich ihm nicht verständlich machen konnten. Die Familie hatte sich im Frühjahr 2008 auf den Weg zu einer Geburtstagsfeier gemacht, dabei aber eine falsche Adresse in ihr Navigationssystem eingegeben, meldete die Agentur Belga am Montag nach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft in Lüttich. Als sie bei dem früheren Notar landete, kam es zu der Gewalttat. Das Pärchen versuchte den Angaben zufolge zunächst, sich durch das Fenster mit Gesten verständlich zu machen. Der depressive und unter Alkohol und Medikamenten stehende Mann weigerte sich jedoch zu öffnen und schnappte sich lieber eine Pistole, wie Belga berichtete. Er verfolgte die Familie bis zu ihrem Auto, schoss erst in einen Reifen und dann, als die Familie flüchtete, noch weitere Male. Zwei Patronen hätten das Innere des Wagens getroffen. Laut Belga machte der Mann geltend, dass er zehn Jahre zuvor Opfer einer Aggression gewesen war. Die Staatsanwaltschaft signalisierte, die Strafe könnte auch zur Bewährung ausgesetzt werden. [Text Quelle]
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