In die Tagesordnung der GMU-Verbandsratsitzung am 16.12.10 sollte nachträglich der Tagesordnungspunkt „Abwehr der Kampagne“ aufgenommen werden. Auf die Frage, welche Kampagne denn abgewehrt werden solle, antwortete die Vorsitzende Elisabeth Pinila Isabela: „Bei dem Punkt “Abwehr der Kampagne” wird alles über die Abzockerei, Schneeballsystem und die Rolle des GMU’s in der ganzen Synergy-Sache besprochen.“ Tatsächlich kam dieses Thema aber nicht zur Sprache, sondern die Kritiker von Deaf Synergy und der Verwicklung des DGB-Präsidiums und des GMU-Vorstands wurden heftigst angegriffen, vor allem der anwesende Hans Busch.
Einmal ganz abgesehen von der Verlogenheit und Hinterhältigkeit – wer wehrt da eigentlich was ab? Bleiben wir bei den Fakten:
- Einige Gehörlose, darunter Promis und Mitglieder der Familie des Präsidenten Sailer, hatten sich bei Synergy engagiert, mit falschen und illegalen Heilsversprechen die Produkte angepriesen und versucht, damit Profit zu machen.
- Eine Gruppe von Gehörlosen warnt vor Synergy, in Foren-Einträgen und in einem Offenen Brief, und deckt u.a. die Verstrickung des Sailer-Clans auf.
- Präsident Sailer verkündet in einer öffentlichen Erklärung, seine Familie sei nicht in die Synergy-Aktivitäten verwickelt.
- Warnungen, die der Präsident verfasst, sind halbherzig und meiden strikt die Namensnennung von Synergy. Was Taubenschlag, die Berliner und die Österreicher können, schafft der DGB-Präsident nicht. Grund ganz klar: die Verstrickungen seiner Familie und enger Mitarbeiter.
- In einer Antwort auf meinen Offenen Brief gibt R. Sailer zu, gelogen zu haben. Statt aber damit einen Schlussstrich unter die leidige Affäre zu ziehen, gießt er neues Öl in die Flammen, indem er von einer Hetzkampagne und dem Verzicht auf juristische Mittel schreibt. Er und seine Mitarbeiterinnen schießen sich auf den „bösen Feind“ ein, gebärden von Hahnenkämpfen, unterster Schublade, die Gehörlosen sollten sich schämen usw. In einem Rundschreiben an die Landesverbände fordert der Präsident dazu auf, ihn zu unterstützen. Es dürfe „von Gruppen kein Druck auf Funktionsträger … ausgeübt werden“, und damit sei das Thema „verbindlich abgeschlossen“. Auf der GMU-Sitzung wird dann sogar die „Zurückweisung der Kritik“ gefordert.





